Rückblick zur Einwohnerversammlung sowie aktuelle Informationen zur möglichen Sanierung des „Kaiserstuhlbades“

Rückblick zur Einwohnerversammlung sowie aktuelle Informationen zur möglichen Sanierung des „Kaiserstuhlbades“

Kaiserstuhlbad Ihringen

Bei der Einwohnerversammlung Anfang März wurden die generelle Finanzlage der Gemeinde, die finanzielle Situation des Schwimmbades sowie die anstehende Sanierung des Bades umfassend dargestellt.
So wurde u.a. berichtet, dass die Gemeinde Ihringen im gesamten Haushaltsplan 2026 (Kernhaushalt) ein Defizit von ca. 1,3 Mio. Euro ausweist.


Der Betrieb des Schwimmbades alleine weist jährlich ein Defizit im mittleren sechsstelligen Bereich aus und würde entsprechend der aktuellen mittelfristigen Finanzplanung nach der Sanierung auf ca. 540.000 EUR pro Jahr anwachsen. Das Schwimmbad wird, genauso wie 2 Blockheizkraftwerke (BHKW´s) sowie die Beteiligung an der badenova, im Eigenbetrieb „Versorgung“ abgebildet.
Die Gewinne der BHKW´s sowie die Rendite der Beteiligung reduzieren das Defizit des Schwimmbades und somit den Fehlbetrag im Eigenbetrieb „Versorgung“. Insgesamt wird der Kernhaushalt laut aktueller mittelfristiger Finanzplanung jedoch den Eigenbetrieb „Versorgung“ mit einem Betrag von rd. 415.000 € jährlich unterstützen müssen.

Die anstehende Badsanierung beläuft sich laut Kostenberechnung (aus Quartal 2, 2025) auf ca. 4,5 Mio. Euro, aufgeteilt in 3,1 Mio. Euro Fördermittel vom Bund mit der Bedingung das Bad anschließend 25 Jahre öffentlich zu betreiben und 1,4 Mio. Euro Kreditaufnahme. In den 4,5 Mio. Euro inbegriffen ist die Beckensanierung, eine komplett neue Technik und die dringend notwendige Betonsanierung am Gebäude. Nicht inbegriffen sind die inflationsbedingen Preissteigerungen. Ein Puffer für Kostensteigerungen bei Bestandsanierungen, ist ebenfalls nicht enthalten.

Durch verschiedene positive Annahmen wie z.B. verschiedene Einsparungen, höhere Eintrittsgebühren, sonstige zusätzliche Einnahmenquellen durch Spenden und ehrenamtlichen Personaleinsatz (Best Case) oder aber auch mögliche negative Entwicklung insbesondere im Bereich der Risken der Baukosten sowie geringerer Rendite von der badenova (Worst Case), würde sich der Betrag, mit dem der Kernhaushalt den Eigenbetrieb jährlich unterstützen müsste, zwischen 280.000 € (Best Case) und 520.000 € (Worst Case) bewegen.
Um die finanzielle Lage wesentlich zu verbessern, müsste die Grundsteuer um diesen Betrag erhöht werden (entspricht ca. 30-50 % höhere Grundsteuer), ausschließlich um das Schwimmbad zu erhalten.

Seit der Einwohnerversammlung gibt es in Teilbereichen neue Entwicklungen, über welche wir Sie hiermit informieren möchten:

• Das Landratsamt hat zwischenzeitlich die Kreditaufnahme in Höhe von 1,4 Mio. Euro genehmigt mit dem Hinweis, dass weitere Kreditaufnahmen nicht in Aussicht gestellt werden
• Die Bauwerkuntersuchung des Beckens ist abgeschlossen. Für diese Untersuchung musste die Folie entfernt werden, um Risiken am Becken untersuchen zu können.
Ergebnis: Die Tragfähigkeit ist weiterhin gegeben. Die vorhandenen größeren Risse sind nicht weiter bedenklich. Gleichzeitig gibt es den Verweis, dass damit nicht jegliches Kostenrisiko in Bezug auf das Schwimmbecken ausgeschlossen werden kann
• Die Förderzusage vom Bund liegt immer noch nicht vor. Die Verwaltung geht jedoch weiterhin von einer positiven Rückmeldung aus. Unabhängig davon, ist eine Verlängerung der Frist (bisher muss bis Ende 2027 umgebaut und alles Schlussgerechnet sein), um ein weiteres Jahr beantragt.

--- Gemeindeverwaltung Ihringen ---

(Erstellt am 01. April 2026)